Faszination Flughafen
Feuerwehr
Die Brandinspektion Flughafen
Eine nicht „alltägliche“ Brandinspektion und Feuerwache der BF Dortmund stellen sich vor! Hier finden Sie Informationen zum Aufgabenbereich, zur Mitarbeiterzusammensetzung, zur Ausbildung und vieles mehr.
Durch den Aus- und Umbau des Dortmunder Flughafens, wurde es notwendig, den dortigen Brandschutz zu überarbeiten und den neuen Gegebenheiten anzupassen. Im November 1998 entschlossen sich die Stadt Dortmund –Feuerwehr- und die Flughafen Dortmund GmbH zu einem, bis damals noch, bundesweit einmaligen Projekt, die Flughafenfeuerwehr weiter auszubauen.
Zu diesem Zweck richtete die Stadt einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr und die Feuerwache 7 der Berufsfeuerwehr (Brandinspektion Flughafen) auf dem Gelände des Flughafens ein. Um die ständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, wurde die Freiwillige Feuerwehr in eine Alarmeinheit aufgeteilt. Die Kollegen der Alarmeinheit dürfen ihren „Arbeitsdienst“ nur im unmittelbaren Nahbereich der Feuerwache versehen, damit die für uns vorgegebenen Ausrückzeiten eingehalten werden. 7 FM (SB) sind während der Betriebszeit immer auf festen Funktionen eingeteilt.
Die FW 7 übernimmt, unter Leitung des "Leiter Flughafenfeuerwache" (seit 01.01.2002 "Brandinspektionsleiter Flughafen") den Ersteinsatz im Gebäudebrandschutz und die Sicherstellung des Brandschutzes nach den Richtlinien der INTERNATIONAL CIVIL AVIATION ORGANIZATION (ICAO).
Der hauptamtliche Teil der Flughafenfeuerwehr setzt sich aus 5 Beamten der Berufsfeuerwehr Dortmund und vier Mitarbeitern des Flughafens zusammen. Der Freiwillige Löschzug setzt sich aus Mitarbeitern der Abteilung Bodenverkehrsdienst zusammen. Die Mitarbeiter werden für Aus-, Fortbildungs- und Einsatztätigkeiten freigestellt. Bei Neueinstellungen und Übernahme von Mitarbeitern der Deutschen Steinkohle, wurde schon im Vorfeld darauf geachtet, dass die Kollegen nach Möglichkeit schon Erfahrungen mit der Feuerwehr gemacht haben und evtl. schon entsprechende Ausbildungen mitbringen (Freiwillige Feuerwehr, Grubenwehr, Werksfeuerwehr).
Diese Kombination aus Beamten der Berufsfeuerwehr, Feuerwehrleuten des Flughafens in den LZ 30 und die entsprechende Auswahl von neuen Mitarbeitern, gemischt mit einem hohen Standard an Aus- und Fortbildung, führt zu einer leistungsfähigen Flughafenfeuerwehr mit hohem Niveau. Nicht zu vergessen, dass sich die Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes bestens mit den Flugzeugen, den örtlichen Gegebenheiten, technischen Geräten und Anlagen des Flughafens auskennen.
Im Oktober 2000 war es dann soweit, die Mitarbeiter des Flughafens und somit auch die Feuerwehr, beziehen das neue Terminal. Hier sind wir in einer provisorischen Fahrzeughalle und im angrenzenden Terminal untergebracht.
Seit dem 29 Oktober 2000 ist das neue Terminal des Dortmund Airport in Betrieb. Das Projekt hatte ein Gesamtvolumen von rd. 350 Mio. DM (178,95 Mio. EUR). Dazu zählte auch die Erweiterung der Start- und Landebahn (Piste) auf 2000 Meter. Die umfangreichen Baumaßnahmen umfassten auch die Anpassung der Brandschutztechnik nach modernsten Standards. Das neue Terminal ist ausgelegt für bis zu 2,0 Mio. Passagiere pro Jahr. Es ist 450 Meter lang und 60 Meter breit.
Seinen besonderen Charme erhält der Dortmund Airport durch seine ausgezeichnete Transparenz. So kann der Passagier schon vom Check-in-Schalter aus „sein“ Flugzeug sehen, in das er kurze Zeit später steigen wird, oder Besucher können das „lebendige Leben“ des Flughafens beobachten.
Der Brandinspektionsleiter ist im Tagesdienst tätig. Sein Aufgabengebiet umfasst u.a. Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten sowie die Leitung der Flughafenfeuerwehr.
Der Wachabteilungsleiter und die restliche „Feuerwehr-Crew“ sind im 24- Stunden-Dienst tätig. Ihnen obliegen u.a. folgende Aufgaben: Einsatzdienst, Notfallplanung, Leitung, Verwaltung, Organisation, Ausbildung, Einsatzleitstelle, Fahrzeuge, Geräte, Technik, Rettungsdienst (First Response), Beschaffungswesen.
Eine uns häufig gestellte Frage ist: Welche Aufgaben bewältigt eine Flughafenfeuerwehr im 24-Stunden-Dienst?
Der 24-Stunden-Dienst umfasst ein großes Aufgabengebiet. Neben den schon genannten Tätigkeiten fahren wir Einsätze im Brandschutz, Rettungsdienst und nehmen umfangreiche Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes wahr.
Rettungsdiensteinsätze umfassen die Erstversorgung, die Unterstützung des Rettungsdienstes bei Verlegungstransporten und Notfalleinsätzen, sowie die Organisation von Einsätzen bei Meldungen von Patienten an Bord eines Flugzeugs. Ebenfalls übernehmen wir die Versorgung kleiner Verletzungen bei unseren Gästen und Mitarbeitern, entsprechend den Aufgaben eines Betriebssanitäters.
Im Bereich Brandschutz übernehmen wir Erkundungsaufgaben bei Auslösen der Brandmeldeanlage, treffen Erstmaßnahmen bei Brandeinsätzen, fahren auf der Flugfeldseite Einsätze nach den Richtlinien der ICAO und übernehmen technische Hilfeleistungen. Nachts stehen zahlreiche Überprüfungen der umfangreichen brandschutztechnischen Einrichtungen auf dem Programm, da diese während der Betriebszeit nicht durchgeführt werden können. Im Vorbeugenden Brandschutz zeigt sich ein interessantes und umfangreiches Tätigkeitsfeld. Modernste technische Anlagen, wie die unterirdische Betankungsanlage, die Sprinklerzentrale und Entrauchungssysteme, um hier nur einige Beispiele zu nennen, sowie ständige Baumaßnahmen, die den lebendigen Wandel des Flughafens widerspiegeln, werden durch die Flughafenfeuerwehr betreut.
Je nach Schadensereignis werden vom Führungs- und Lagezentrum der Berufsfeuerwehr nach Alarm- und Ausrückordnung die entsprechenden Einheiten alarmiert und rücken zum Flughafen aus.
Da wir natürlich nicht alle Ausbildungen selbst durchführen können, arbeiten wir mit der Ausbildungsabteilung, der Rettungsassitentenschule, fachspezifischen Abteilungen der BF z.B. SEC, anderen Flughafenfeuerwehren, der Feuerwehr Unna, der Deutschen Montantechnologie (DMT) und Dozenten zusammen.
Weitere flughafenspezifische Ausbildungen finden im Emergency Training Center der Lufthansa in Frankfurt, Flughafenfeuerwehr Stuttgart, Teesside (England), Risc Rotterdam, Spezialgeräteherstellern u.s.w. statt.
Alle Kollegen der Führungsebene haben ein Flugsprechfunkzeugnis in deutscher Sprache, bei der Telekom und Deutschen Flugsicherung in Köln abgelegt.
Im Laufe der nächsten Jahre werden auf die „fliegenden Feuerwehrleute“ noch viele Herausforderungen zukommen, um mit einem leistungsfähigen und hochmotivierten Team, die Flughafenfeuerwehr den steigenden Anforderungen eines wachsenden Verkehrsflughafen anzupassen und weiter auszubauen.









