Das Motiv zum 100. Jubiläum des Flughafen Dortmund - eine grün-blaue Farbwolke mit einer 100

In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH wurde das vorläufig veröffentlichte Jahresergebnis für 2025 durch die Wirtschaftsprüfer offiziell bestätigt. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit den geplanten Investitionen in die nachhaltige Weiterentwicklung des Flughafens sowie mit Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur.

Jahresergebnis 2025 und aktuelle Verkehrsentwicklung

Bereits in der März-Sitzung hatte die Flughafengeschäftsführung das vorläufige Jahresergebnis für 2025 vorgestellt. Dank einer positiven Verkehrsentwicklung konnte der Airport das vergangene Jahr mit einem Passagierrekord von 3,2 Millionen Reisenden abschließen, was verglichen mit dem Vorjahr einem Zuwachs von 3,5 Prozent und in Relation zum Vor-Corona-Niveau 2019 sogar einem Anstieg von 19 Prozent entspricht. Gleichzeitig stiegen die Erlöse gegenüber 2024 um 1,7 Prozent. Infolge überproportional gestiegener Kosten, insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung des allgemeinverbindlichenTarifs für Bodenabfertigungsdienste, verschlechterte sich das Jahresergebnis jedoch von minus 1,8 Millionen Euro aus dem Vorjahr auf minus 6,3 Millionen Euro. Die Wirtschaftsprüfer bestätigten zudem das operative Ergebnis ohne Berücksichtigung der hoheitlichen Kosten (EBITDA). Dieses verringerte sich im gleichen Zeitraum von 5,1 Millionen Euro auf 971.000 Euro. Das EU-EBITDA lag bei 6,5 Millionen Euro.

Für 2026 blickt die Geschäftsführung weiterhin positiv auf die Verkehrsentwicklung. Nach einem leichten Passagierrückgang von 3,7 Prozent im ersten Quartal infolge weggefallener Ryanair-Kapazitäten zog die Nachfrage mit Beginn des Sommerflugplans im April deutlich an. Kumuliert lag das Fluggastaufkommen von Januar bis Ende Mai mit rund 1,3 Millionen Reisenden 8,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit bisher fünf neu eingeführten Flugverbindungen sowie den bereits angekündigten Strecken nach Oradea, Palermo, Mailand und Rom wird das Destinationsangebot insbesondere in Richtung Südeuropa gezielt erweitert.

Mehr Solarstrom für den Airport

Der Dortmund Airport bezieht seit 2015 seinen Strom zu 100 Prozent aus Ökostrom. Photovoltaikanlagen auf zwei Luftfahrzeughallen und dem Verwaltungsgebäude leisten darüber hinaus einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung. Mit dem heutigen Beschluss zum Bau einer ergänzenden Photovoltaikanlage auf den Dächern des Terminals soll die Solarstromkapazität des Airports spürbar ausgebaut werden. Mit rund 2.400 m² Modulfläche ist die bislang größte Solaranlage am Standort geplant.

Der erwartete Jahresertrag von rund 550.000 kWh deckt rund 12 Prozent des Gesamtstrombedarfs des Terminalgebäudes und soll vollständig für den Eigenverbrauch genutzt werden. Dadurch lassen sich gegenüber einer konventionellen Stromversorgung jährlich rund 260 Tonnen CO₂ einsparen.

Der Ausbau der Eigenstromerzeugung erhöht nicht nur die Unabhängigkeit von externenEnergiepreisentwicklungen, sondern stärkt zugleich die langfristige Kosteneffizienz des Flughafenbetriebes.

Anpassung der bundespolizeilichen Grenzkontrollstellen

Vor dem Hintergrund des seit Oktober 2025 schrittweise eingeführten Ein- und Ausreisesystems EES (Entry-Exit-System) wurden die Grenzkontrollprozesse an den Schengen-Außengrenzen durch die Erfassung biometrischer Daten (Gesichtsbild und Fingerabdrücke) digitalisiert und weitgehend automatisiert. Ziel des Systems ist es, Identitätsbetrug effektiv zu verhindern, Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen effizienter zu erfassen, Aufenthaltsdauern systematisch zu überwachen und manuelle Prozessschritte wie die Passstempelung schrittweise zu ersetzen.

Um den daraus resultierenden erhöhten Anforderungen in der Einführungsphase Rechnung zu tragen und gleichzeitig eine reibungslose Abfertigung auch bei hohem Passagieraufkommen sicherzustellen, werden die Kontrollkapazitäten der Bundespolizei im Bereich der Gates 0 bis 2 erweitert. Die Zahl der Kontrollspuren soll von derzeit vier auf künftig sechs erhöht werden, um insbesondere bei mehreren parallel stattfindenden Non-Schengen-Flügen eine effiziente und geordnete Passagierabfertigung sicherzustellen.

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